80. Geburtstag: Gedichte zum Jubiläum

Ein Gedicht drückt immer auf ganz besonders schöne Art aus, was man mit „normalen“ Worten nicht zu sagen vermag. Darum ist ein Gedicht immer auch eine tolle Möglichkeit, einem geliebten Menschen zu einem besonderen Anlass zu gratulieren und/oder ihm/ihr seine Wünsche mitzuteilen, so etwa mit einem 80. Geburtstag Gedicht.

Gedichte zum 80. Geburtstag von Oma oder Opa, Vater oder Mutter - oder einer anderen nahestehenden Person - präsentieren sich meist in einem besonders liebevollen Tonfall, regen schon einmal zum Nachdenke n an und dürfen gerne auch mal lustig ausfallen. Für alle, die auf der Suche nach schönen und passenden

Foto: morguefile.com
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80. Geburtstag Gedichten sind, ist 80geburtstag.net genau die richtige Anlaufstelle. Auf dieser Seite präsentieren wird 80. Geburtstag Gedichte in vielen unterschiedlichen Varianten, sowie auch Geschenkideen, Spiele, Texte für Einladungskarten oder auch Ideen für eine schöne Dekoration zur Feier des 80. Geburtstags. Weiter unten auf dieser Seite finden alle Interessenten eine Vielzahl verschiedener 80. Geburtstag Gedichte, mit denen man dem Geburtstagskind eine wahre Freude bereiten - und die Feier noch persönlicher gestalten kann.

Geburtstag Gedichte - Der Ton macht die Musik

Bei einem 80. Geburtstag Gedicht ist der Tonfall entscheidend, in ein 80. Geburtstag Gedicht für Oma sind zum Beispiel keine derben Sprüche angebracht, christliche Gedichte zum 80. Geburtstag sind hier eher angebracht. Natürlich darf man zum 80. Geburtstag auch lustige Gedichte vortragen, das freut nicht nur Oma oder Opa, sondern auch die gesamte Festgesellschaft. Die Wahl der Gedichte sollte dabei in jedem Fall so ausfallen, dass sie den Geschmack des Jubilars treffen, gerne dürfen die Gedichte rückblickend sein, wenn sie selbst geschrieben werden, dürfen darin zum Beispiel Anekdoten aus der Jugend des Jubilars vorkommen. Entscheidet man sich für ein 80. Geburtstag Gedicht von einem berühmten Poeten, so sind die Jahreszeiten in solchen Versen immer beliebte Themen. Auch ein Gedicht zum 80. Geburtstag zum Thema „Junge Seele“ kommt bei einem solchen Anlass immer super an. Gerne dürfen die Gedicht natürlich auch einen Ausblick in die Zukunft wagen, gute Wünsche dürfen dabei nicht fehlen, so können dem Jubilar/der Jubilarin etwa Gesundheit, Liebe, Glück, Zufriedenheit und Wohlstand gewünscht werden.

Gedichte zum 80. Geburtstag zum Vortragen

Die Gedichte zum 80. Geburtstag können ganz konventionell in einer schönen Karte überbracht und mit einigen persönlichen Wünschen ergänzt werden. Besonders beliebt ist es jedoch, das 80. Geburtstag Gedicht am Tag der Feier vorzutragen. Für große Freude sorgt es immer, wenn die Gedichte von Kindern vorgetragen werden, wie etwa den Enkeln oder gar Urenkeln des Geburtstagskindes. Das 80. Geburtstag Gedicht wird Oma so in besonderem Maße erfreuen.
Das 80. Geburtstag Gedicht für Opa darf hingegen auch mal etwas derb ausfallen - aber niemals frech oder verletzend. So darf - als überspitztes Beispiel - etwa davon berichtet werden, dass Opa in seiner Jugend ein Schürzenjäger war, nicht aber, dass es außer Oma da auch noch andere Frauen gab...

Die verschiedensten 80. Geburtstag Gedichte in unterschiedlichen Tonfällen von lustig bis nachdenklich findet man hier, auf 80geburstag.net. Alle zur Verfügung gestellten Gedichte zum 80. Geburtstag sind kostenlos und können selbstverständlich ohne Entgeltzahlung genutzt werden.

20 Gedichte zum 80. Geburtstag:

1.
Das große Glück, noch klein zu sein,
sieht mancher Mensch als Kind nicht ein
und möchte, dass er ungefähr
so 17 oder 18 wär.

Doch schon mit 18 denkt er - halt!
Wer über 20 ist, ist alt!
Kaum ist die 20 knapp geschafft;
erscheint die 30 greisenhaft.

Und dann die 40 - welche Wende -
die 50 gilt beinah als Ende,
doch nach der 50 - peu a peu -
schraubt man das Ende in die Höh`!

Die 60 scheint noch ganz passabel
und erst die 70 miserabel.
Mit 70 aber hofft man still:
“Ich werde 80, so Gott will!”

Und wer die 80 überlebt,
zielsicher auf die 90 strebt.
Dort angelangt, zählt man geschwind
die Leute, die noch älter sind.

Alice Lindel

2.
Das aber ist des Alters Schöne,
dass es die Saiten reiner stimmt,
dass es der Lust die grellen Töne,
dem Schmerz den herbsten Stachel nimmt.

Ermessen lässt sich und verstehen
die eigne mit der fremden Schuld,
und wie auch rings die Dinge gehen,
du lernst dich fassen in Geduld.

Die Ruhe kommt erfüllten Strebens,
es schwindet des Verfehlten Pein –
und also wird der Rest des Lebens
ein sanftes Rückerinnern sein.

F. von Saar

3.
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott,
um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausende lang;
und ich weiss noch nicht:
bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein grosser Gesang.

R.M. Rilke

4.
Mutters Hände

Hast uns Stulln jeschnitten 
un Kaffe jekocht
un de Töppe rübajeschohm
- 
un jewischt und jenäht 
un jemacht und jedreht
... 
alles mit deine Hände.

Hast de Milch zujedeckt, 
uns Bonbons zujesteckt
un Zeitungen ausjetragen
- 
hast die Hemden jezählt
und Kartoffeln jeschält ... 
alles mit deine Hände.

Hast uns manches Mal 
bei jroßen Schkandal
auch n Katzenkopp jejeben.
Hast uns hochjebracht, 
Wir wahn Sticker acht,
sechse sind noch am Leben ... 
alles mit deine Hände.

Heiß warn se un kalt.
Nu sind se alt.
nu bist du bald am Ende.
Da stehn wa nu hier,
und denn komm wir bei dir
und streicheln deine Hände.

Kurt Tucholsky

5.
Die Zeit ist wie ein Bild von Mosaik,
zu nah beschaut, verwirrt es nur den Blick:
Willst du des Ganzen Art und Sinn verstehen,
so musst du‘s, Freund, aus rechter Ferne sehen.

Emanuel Geibel

6.
Alter, tanze, trotz den Jahren!
Welche Freude, wenn es heißt:
Alter, du bist alt an Jahren,
blühend aber ist dein Geist!

Gotthold Ephraim Lessing

7.
Die Falten um die Stirne dein,
lass sie nur munter ranken,
das sind die Narben, die darein
geschlagen die Gedanken.

Joseph Victor von Scheffel

8.
Da kommt mir eben so ein Freund
mit einem großen Zwicker.
Ei, ruft er, Freundchen, wie mir scheint,
Sie werden immer dicker.

Ja, ja, man weiß oft selbst nicht wie,
so kommt man in die Jahre:
Pardon, mein Freund, hier haben Sie
schon eins, zwei graue Haare.

Hinaus, verdammter Kritikus,
sonst schmeiß ich dich in Scherben.
Du Schlingel willst mir den Genuss
der Gegenwart verderben.

Wilhelm Busch

9.
Wer die Körner wollte zählen,
die dem Stundenglas entrinnen,
würde Zeit und Ziel verfehlen,
solchem Strome nachzusinnen.

Auch vergehn uns die Gedanken,
wenn wir in dein Leben schaun,
freien Geist in Erdeschranken,
freies Handeln und Vertraun.

So entrinnen jeder Stunde
fügsam glückliche Gschäfte.
Segen dir von Mund zu Munde!
Neuen Mut und frische Kräfte!

Johann Wolfgang von Goethe

10.
Sag selbst, was ich dir wünschen soll,
ich weiß nichts zu erdenken.
Du hast ja Küch und Keller voll,
nichts fehlt in deinen Schränken.

Friedrich von Schiller

11.
Der Mann bracht es auf achtzig gar;
das heißt: Von seinem achten Lebensjahr
hat all sein Wirken von Kind bis jetzt
nur eine Null ihm zugesetzt.

Frei nach Franz Grillparzer

12.
Weg, weg mit Wünschen, Reinem, Schwänken!
Trinkt fleißig, aber trinket still!
Wer wird an die Gesundheit denken,
wenn man die Gläser leeren will?

Gotthold Ephraim Lessing

13.
Kummer sein lahm!
Sorge sei blind!
Es lebe das Geburtstagskind!

Theodor Fotane

14.
Ei, bin ich denn achtzig Jahre alt geworden,
dass ich immer dasselbe denken soll?
Ich strebe vielmehr täglich,
etwas anderes, Neues zu denken,
um nicht langweilig zu werden.
Man muss sich immerfort verändern,
erneuern, verjüngen,
um nicht zu verstocken.

J.W. von Goethe

15.
Ich wünsche, dass dein Glück
sich jeden Tag erneue,
dass eine gute Tat
dich jede Stund erfreue!
Und wenn nicht eine Tat,
so doch ein gutes Wort,
das selbst im Guten wirkt
zu guten Taten fort.
Und wenn kein Wort,
doch ein Gedanke schön und wahr,
der dir die Seele mach
und rings die Schöpfung klar.

Friedrich Rückert

16.
Glaube fest an Gott, den Herrn,
glaube an sein Walten.
Niemals ist es unmodern,
sich an Gott zu halten.

Mit Gott als Begleiter
verirrst du dich nicht,
denn er ist der Streiter,
für Wahrheit und Licht,

Ihm sollst du vertrauen
und seinem Gebot;
auf ihn kannst du bauen
in jeglicher Not.

Friedrich Morgenroth

17.
Am Morgen - am Mittag - im Abendlicht
Vernahmst du, Maria, mein Lobgedicht.
In Lust und Leid - in Wonne und Weh,
Gott-Mutter, auch fernerhin mit mir geh!
Als strahlende Stunden heiter entwichen
Und keine Wolken den Himmel durchstrichen,
Führest du gnädig die Seele mir,
Hin zu den Deinen, hin zu Dir.
Nun, da Schicksalsstürme schrecken,
Dunkel mein Heute, mein Gestern bedecken,
Lass mein Morgen strahlend scheinen,
Im holden Hoffen auf Dich und die Deinen.

Edgar Allan Poe

18.
Ihr Leute, gross und klein, ihr wisst,
dass heute unser Festtag ist
und dass wir feiern müssen.
So fangt nur gleich frühmorgens an
und bis die Stern am Himmel stahn,
und singt und springt und springt und singt.

Denk heute niemand an Gefahr,
und ob wir über hundert Jahr
den Tag noch feiern werden.
Wir haben ihn ja heute noch,
Gott sei gelobt! So braucht ihn doch,
und macht uns heut das Herz nicht krank und schwer.

Denn freilich! Alles Ding vergeht,
auch unser Festtag nicht besteht,
er wird uns endlich fehlen.
Doch nicht so bald - fleht, und hofft,
er soll noch wiederkommen oft,
soll oft noch wiederkommen!!!

Matthias Claudius

19.
Die Liebe hemmet nichts.
Sie kennt nicht Tür noch Riegel
und dringt durch alles sicht;
sie ist ohn Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel
und schlägt sie ewiglich.

Matthias Claudius

20.
Der Frühling

Wohl hat der Frühling seine Feste,
die Jugend hat ihr freudig Spiel,
doch auch der Herbst hat frohe Gäste,
sein Fest hat jedes Lebensziel.

Wir fühlen's heut, und nicht vergebens
verbindet sich am schönsten Tag
des Jahres Herbst, der Herbst des Lebens
Zu einem freundlichen Gelag.

Die Sonne strahlt im milden Lichte,
in leichtem Duft ruht das Tal,
die Rebe spendet ihre Früchte,
der Baum die seinen unserem Mahl.

Und er, um den wir uns vereinen,
wie glänzt ihm heut ein heitrer Stern!
Er ist gesegnet von den Seinen,
er ist gesegnet von dem Herrn.

Ludwig Uhland